Viola Roggenkamp, Tochter und VaterBuch bestellen
Wie geht man mit der Erinnerung an einen fast allzu guten Vater um?
Diese Frage stellt Viola Roggenkamp in ihrem Roman "Tochter und Vater", in dem sie von einem Mann erzählt,
der im Zweiten Weltkrieg unter Lebensgefahr seine jüdische Freundin und deren Mutter versteckt. Nach seinem Tod begibt
sich seine Tochter auf Spurensuche. Sie will mehr erfahren als die Geschichten ihrer Eltern, die sie tausendmal mit den
gleichen Worten erzählt bekommen hat. Angst vor einer entsetzlichen Enthüllung treibt sie ebenso um wie die Freude
darüber, sich endlich ein eigenes Bild vom Vater machen zu können. Doch dann geschieht ein folgenschwerer Unfall...
Ebenso differenziert wie ihre Suche beschreibt Viola Roggenkamp den täglichen Identitätskonflikt der Tochter -
Jüdin zu sein, aber Tochter eines Nichtjuden, ungläubig, aber Rituale achtend und pflegend.
Empfehlenswert!
Jessica Durlacher, Der SohnBuch bestellen
Jessica Durlacher entwirft in ihrem neuen Roman ein über drei Generationen reichendes Familiendrama, in dessen Mittelpunkt
die Ich-Erzählerin Sarah nach dem Tod ihres Vaters erfährt, wie viele Dinge er vor seiner Familie verbarg und was
diese Geheimnisse jetzt, über 60 Jahre später, auslösen. Aber nicht nur ihr Vater, der als jüdisches Kind
im KZ inhaftiert war, gibt ihr Rätsel auf; auch ihr Sohn verändert sich zusehends und beschließt, in die
amerikanische Armee einzutreten. Drei Briefe spielen dabei eine Rolle, ein verpfuschter Wintergarten, Kohlrouladen und ein
Überfall...
Jessica Durlacher schlägt ihre Leser durch genaue Beobachtungsgabe und viele bis zum Schluss offene Fragen in ihren Bann.
Eine empfehlenswerte Lektüre!
Elisabeth Zöller, Vaters Befehl oder Ein deutsches MädelBuch bestellen
Die 15-jährige Paula wird zur Leiterin einer Mädelschaft innerhalb des BDM ernannt und versucht voller Elan, dieser
ehrenvolle Aufgabe für die Sache des Führers gerecht zu werden. Ihr strenger Vater ist ihr dabei ein großes
Vorbild. Aber Paula hat eine halbjüdische Freundin: Mathilda. Nach Beginn des Programms zur Ermordung der Juden ist
Paula zwischen ihrem Ehrgeiz, alles fürs Vaterland zu tun, und dieser Freundschaft hin und her gerissen. Langsam begreift
sie, dass ihre bisherigen Überzeugungen nicht stimmen können. Als sie versucht, Mathilda vor dem drohenden Transport
noch einmal zu treffen, gerät sie in Lebensgefahr.
Elisabeth Zöller hat wieder eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte aus dem 2. Weltkrieg für Jugendliche
und Erwachsene geschrieben, die schockierend, aber auch sehr spannend ist.